Institut für Ernährungswirtschaft und Verbrauchslehre

Die Nachfrage nach Lebensmittelvielfalt: ökonomische und gesundheitliche Aspekte

Laufzeit 2003 bis 2007

DFG gefördertes Projekt in Kooperation mit Prof. Dr. C. Weiss, Wirtschaftsuniversität Wien

Die Nachfrage nach einer hohen Lebensmittelvielfalt gilt als bedeutender Trend des Konsumentenverhaltens in Industriestaaten. Dem Studium der Nachfrage nach Vielfalt kommt damit aus ökonomischer Sicht eine zunehmende Bedeutung zu. Gleichzeitig dokumentieren ernährungswissenschaftliche Studien einen engen Zusammenhang zwischen einer vielfältigen Ernährung und einer höheren Ernährungsqualität. Während Analysen zur Produktvielfalt bislang in den beiden Forschungsgebieten (Ökonomie und Ernährungswissenschaft) unabhängig und isoliert betrieben wurden, sollte in diesem Forschungsvorhaben eine Verknüpfung beider Bereiche vorgenommen werden. Ein erster Ansatzpunkt für die Interaktion ökonomischer und ernährungswissenschaftlicher Forschung bestand in der Entwicklung verbesserter Produktvielfaltindizes. Diese sollten zur ökonometrischen Analyse der Nachfrage der Konsumenten nach Lebensmittelvielfalt verwendet werden. Aufgabe war es, sozioökonomische Personengruppen zu identifizieren, die eine hohe Lebensmittelvielfalt im Hinblick auf eine gesunde Ernährung nachfragen. Eine genauere Kenntnis dieser Zielgruppen ist sowohl für eine effiziente Ernährungsberatung und –information als auch für Unternehmen der Ernährungswirtschaft im Zusammenhang mit einer gezielten Produktinnovation wesentlich.