Institut für Ernährungswirtschaft und Verbrauchslehre

Wettbewerbsmonitor Schleswig-Holstein

Das deutsche Ernährungsgewerbe ist geprägt durch Marktstagnation, intensiven Wettbewerb zwischen den Herstellern mit dem Auftreten von Preiskämpfen sowie Internationalisierungstendenzen und dadurch zusätzlich bestehende Konkurrenz aus dem Ausland. Weiterhin sind die sich stetig verändernden Verbraucherbedürfnisse und nicht zuletzt starke Konzentrationsprozesse im nachgelagerten Sektor, dem Lebensmitteleinzelhandel, zu nennen, die wirksame Wettbewerbsreaktionen erfordern, um den Bestand eines Unternehmens am Markt zu sichern. Vielfach werden von den Lebensmittelherstellern Produktmaßnahmen (z.B. Qualität und Anzahl neuer Produkte) getroffen, mit denen Produkte erfolgreich abgesetzt und die Wettbewerbsposition des Unternehmens stabilisiert oder ausgebaut werden sollen. 

Was aber beeinflusst die Innovationstätigkeit eines Unternehmens? Welche Faktoren determinieren den Produkterfolg? Und wovon hängt die Qualität neuer Produkte ab, der allgemein eine große Bedeutung für den Erfolg von Unternehmen am Markt zugesprochen wird? Diese Fragen galt es mit Hilfe einer im Frühjahr 2002 durchgeführten Befragung deutscher Lebensmittelhersteller zu beantworten. Insgesamt lassen die Ergebnisse vorsichtig vermuten, dass ceteris paribus bei weiter voranschreitenden Konzentrationsprozessen im Lebensmitteleinzelhandel die Innovationsaktivität der Hersteller abnehmen wird. Weiterhin werden voraussichtlich nur jene Unternehmen Innovationstätigkeit zeigen und mit Innovationen erfolgreich sein, die den Preisdruck des Lebensmitteleinzelhandels abschwächen können - dadurch dass sie selbst Marktmacht und Marktstärke besitzen und hochwertige Produkte anbieten.

 

Laufzeit:

1.7.2000 - 28.2.2005
Projektleitung:

Dr. Thomas Glauben

Förderer:

Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft

Bearbeitung:

Dr. Julia Körner, Dr. Gyde
Neumann, Dr. Antje Wittkopp