Institut für Ernährungswirtschaft und Verbrauchslehre

Ökonomische Bewertung der Viehmerkmalspräferenzen von Kleinbauern in Ostafrika zum Design von Zuchtprogrammen im Kontext der Trypanotoleranz

Economic valuation of phenotypic cattle trait preferences in trypanosomosis prevalent production systems of Eastern Africa: Implications for sustainable cattle breeding programs

There is an urgent need to improve livestock productivity in sub–Saharan Africa in order to keep pace with expected increases in demand for meat and milk. Breed improvement provides key entry points for increasing productivity in cattle populations especially those susceptible to animal diseases such as trypanosomosis. However, there are tendencies for breed improvement programs to focus on single, market driven traits such as milk or meat production in isolation of broader livestock system functions and constraints. Some of the benefits and traits realized from livestock production systems do not have market values. Consequently, relying solely on market-driven traits potentially leads to genotypes not well adapted to the environment and not capable of performing the multiple roles that cattle assume in production systems of developing countries. The broad objective of the study is to assess the contribution of economic valuation of cattle keepers’ trait preferences for design of sustainable cattle breeding programs in pastoral and crop-livestock systems in selected sites in Eastern Africa. This project is being carried out together with the Statistical Animal Genetics group of the Swiss Federal Institute of Technology, Zurich.

 

Ökonomische Bewertung der Viehmerkmalspräferenzen von Kleinbauern in Ostafrika zum Design von Zuchtprogrammen im Kontext der Trypanotoleranz

In der Sub-Sahara besteht dringender Bedarf, die Produktivität der Tierhaltung zu erhöhen, um die steigende Nachfrage nach Fleisch und Milch zu befriedigen. Zuchtverbesserung stellt einen Hauptausgangspunkt zur Verbesserung der Produktivität von Rindern dar, insbesondere bei Anfälligkeit für Trypanosomosis. Dennoch ist bei der Verbesserung der Zuchtprogramme die Tendenz festzustellen, dass isoliert auf einzelne, marktbestimmte Eigenschaften wie Milch oder Fleischproduktion fokussiert wird, ohne weitere Funktionen und Beschränkungen der Tierhaltung zu berücksichtigen. Einige Nutzen stiftende Aspekte und Merkmale der Tierpro-duktion haben keinen Marktwert. Infolgedessen führt die alleinige Berücksichtigung von marktbestimmten Merkmalen möglicherweise zu Genotypen, die nicht allzu gut an die Um-weltbedingungen angepasst sind und nicht in der Lage sind, die vielfältigen Funktionen zu erfüllen, die den Rindern von den Kleinbauern zugedacht werden. Es gibt wenig Belege und Informationen über Tierzuchtprogramme, die die Prioritäten nach den Präferenzen der Rin-derhalter setzen, obwohl deren Mitwirkung zu der Entwicklung von geeigneten Zuchtpro-grammen betragen kann. Die vorliegende Studie hat sich zum Ziel gesetzt, diese Lücke zu schließen, indem sie die ökonomischen Werte für die verschiedenen Rindereigenschaften in verschiedenen Produktionssystemen in Ostafrika herleitet. Dabei soll besonders die Präferenz für Trypanotoleranz, die durch Zuchtprogramme eingeführt werden kann, die sich resistente Genotypen zu Nutze machen, relativ zu anderen Merkmalen berücksichtigt werden. Darüber hinaus versucht die Studie die verschiedenen Wege zu beurteilen, über die Rinderhalter Zu-gang zu genetisch verbessertem Tierbestand bekommen können, die ihren Merkmalspräferenzen entsprechen.

 

 

Laufzeit:

01.11.2004 - 31.05.2007

Projektleitung:

Prof. Dr. Awudu Abdulai

Förderer:

ETH Zürich, Schweiz

Mitwirkende Institutionen:

International Livestock
Research Institute ILRI, Nairobi, Kenia

Bearbeitung:

Dr. Emily Awuor Ouma