Institut für Ernährungswirtschaft und Verbrauchslehre

Auswirkung von boden- und wassererhaltenden Maßnahmen auf die landwirtschaftliche Produktivität und das Einkommen im Reisanbau in Nord-Ghana

Der Einsatz von Ertrag steigernden Anbautechniken, insbesondere von boden- und wassererhaltenden Maßnahmen, ist essentiell, um die landwirtschaftliche Produktivität in Ghana zu erhöhen. Im ersten Schritt untersucht die Studie die mikroökonomische Entscheidung über den Einsatz von verbesserten Boden- und Wassererhaltungmaßnahmen auf Haushaltsebene unter Risikoaversion. 

Besondere Berücksichtigung sollen dabei politik-relevante sozio-ökonomische Faktoren (Gesundheitszustand, Netzwerkaktivität) finden, um Politikempfehlungen zur Erreichung eines erhöhten Technologieeinsatzes abzuleiten. Von besonderem Interesse sind im zweiten Schritt die Auswirkung auf den Einsatz komplementärer Techniken (verbessertes Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel). Dabei sollen auch die Eigenschaften der Techniken identifiziert werden, die eine Anwendung begünstigen. Um die mit den verschiedenen Techniken erreichte Produktivität zu untersuchen, wird aufgrund des ‚selectivity-bias’ ein von Lee (1978) entwickelter‚ endogenous-switching-regression’—Ansatz verwendet. Damit kann Ertrag, Inputnachfrage und Einkommen für die verschiedenen Anwendergruppen verglichen und die Determinanten in den jeweiligen Gruppen bestimmt werden. 

Die Produktions- und Haushaltsdaten werden in der Guinea Savannah durch Interviews erhoben und qualitativ durch ‚ participatory-rural-appraisal’ (PRA) bewertet. Die Zusammenarbeit erfolgt mit dem Savannah Agricultural Research Institute (SARI), Tamale sowie der University of Ghana, Legon, Accra. 

 

Laufzeit: 01.04.2004 - 28.02.2009
Projektleitung: Prof. Dr. Awudu Abdulai
Bearbeitung: Dipl.-Volksw. Liane Faltermeier